Dank der zentralen Lage dient Porec sehr oft als Ausgangpunkt für Fahrrad- und Motorradfahrer. Von Tourern hoch geschätzt, bietet
Porec, die istrische Küste sowie das Hinterland wunderbare Strecken um per pedes oder motorisiert die „kroatische Toskana“ zu
erkunden.
Entdecken Sie, wie auch schon der Formel-1-Fahrer Ralf Schumacher, die Schönheit der Küste und das hügelige und typisch für Istrien
von roter Erde gekennzeichnete Hinterland.
Auf Hügeln thronend finden Sie mittelalterliche Städte, Weinberge und Orte die im Zeichen des Trüffels stehen. Zusammengefasst finden
Sie hier einige in der Nähe von Porec gelegene und sehr sehenswerte Ausflugsziele.
Im Zentralteil Istriens befindet sich ca. 1 Autostunde von Porec und ca. 14km von Buzet entfernt, die offiziell anerkannte kleinste Stadt der
Welt Hum. Auf einem Hügel über dem nach dem gleichnamigen Fluss benannten Mirna-Tal, führt eine abgelegene Straße zu den 23
Einwohnern der „Stadt“. Nachdem Sie auf Ihrem Weg Richtung Hum durch das im Mittelalter als Grenzbefestigung dienende und nun als
Kulturdenkmal geschützte Städtchen Roc gekommen sind, beachten Sie doch bitte auf halbem Weg die glagolitische Allee. Dieses
besondere und 7 km lange Denkmal zu Ehren der „glagoljica“, der kroatischen glagolitischen Schrift erinnert an Ciril und Method, die einst
unter den Slawen die Fähigkeit zu schreiben verbreitet haben.
Laut Legende wurden einige Städte und Orte in diesem sehr reizvollen Landstrich von Riesen erbaut, wie z.B. Hum oder auch die am Fluss Mirna und auf einem
277 m hohen Hügel gelegene Stadt Motovun. Als „gewöhnliche“ Menschen Istrien besiedelt haben verschwanden die Riesen. Doch dank
des Schriftstellers Vladimir Nazor und seinen Geschichten, erinnert man sich heute noch an Veli Joze, den Riesen von Motovun.
Erklimmen Sie über 1052 Stufen, übrigens die längste Treppe Istriens, die Spitze des Hügels der Stadt, deren heutiges Aussehen aus
dem 12. und 13. Jahrhundert stammt. Oben am venezianischen Hauptplatz angekommen, offenbart sich die Schönheit dieser Stadt, die
als ein einziges Denkmal angesehen werden kann.
Hervorzuheben sind hier das Stadttor mit Turm, der im Renaissancestil erbaute Stadtpalast, die Pfarrkirche Sveti Stjepan und die
kleineren Kirchen Madonna del Servi und Madonna delle Porte.
Aber nicht nur landschaftlich und architektonisch wird in diesem Gebiet dem Besucher und Urlauber einiges geboten, auch lukullisch kann
hier einzigartiges genossen werden. In mehreren Ortschaften des Mirna-Tales werden im Oktober die Tage des Trüffels gefeiert. Diese Region steht dann ganz im
Zeichen des edelsten aller Pilze.
Zum einen der im Sommer und Frühherbst „geerntete“ schwarze sowie der im Spätherbst und Winter von speziell dressierten Hunden erschnüffelte weiße (noch
geschmackvollere, aber auch leider teurere) Schatz der Erde.
Besonders hervorzuheben ist hier die Trüffel-Stadt Buzet
die nicht nur dank guter Speisen, sondern auch wegen den bekannten und an
den sanften Hügeln im Mirna-Tal angebauten Weinsorten
Teran und Malvasija zum Verweilen einlädt.
Entlang der Westküste Istriens südlich von Porec, finden
sich weitere landschaftliche wie auch städtische Reize, wie z.B. das den
Traditionen treu gebliebene alte und nur wenige Kilometer
von Porec entfernte Fischerstädtchen Vrsar.
Etwas weiter südlich auf halber Strecke an der
Küstenstraße Richtung Rovinj, befindet sich der ca. 6 km sich in das
Landesinnere schlängelnde >Limski zaljev< oder auch
Limfjord genannt. Dieser adriatische Canyon, der nicht umsonst als Perle der
Natur bezeichnet wird, gilt dank seiner Muschelbänke unter Feinschmeckern als ganz besondere Adresse. Die in diesem Nationalpark gelegenen Restaurants
können per Auto bzw. Motorrad und über Schiffsausflüge erreicht werden. Zum Schutz der Natur und der Muschelzucht, ist die Einfahrt in den Limfjord für private
Boote sowie das Baden in der Bucht verboten.
Weiter geht es zur Malerstadt Rovinj, deren Altstadt sich malerisch sanft den Hügel hoch schwingt und von dort oben den wunderbaren Blick auf das Meer und die
am Hafen gelegenen Cafes freigibt. Wie auch in Porec, ist auch hier die Basilika das Wahrzeichen der Stadt, in Rovinj handelt es sich um die Eufemija Basilika.
Zwischen Rovinj und dem istrischen Verwaltungszentrum Pula, befindet sich der Nationalpark (seit 1983) Brijuni (Brioni) auf der
gleichnamigen Inselgruppe (14 Inseln). Früher als Sommerresidenz von Josip Broz Tito genutzt und von vielen internationalen Politikern
besucht, findet man heute dort die als Geschenke dem jugoslawischen Präsidenten überlassenen Tiere unterschiedlicher Gattungen.
Indirah Gandhi z.B. ließ einen indischen Elefanten als Präsent hier. Nicht nur eine Fotosafari, auch die Besichtigung der ethnographischen
und archäologischen Sammlung sowie die Fahrt in einem kleinen Zug auf der Hauptinsel Veli Brion haben auch bei Prinzessin Stefanie
von Monaco einen unvergesslichen Eindruck hinterlassen.
Die von Römern erbaute Stadt Pula dokumentiert dies schon von weitem durch das nicht zu übersehende Colloseum. Mit großem Stolz
betonen die Pulezani (die Bewohner von Pula), dass es sich bei diesem Colloseum um das 6.-Größte sowie eines der am Besten
erhaltenen des römischen Imperiums handelt.
Für ca. 20.000 Zuschauer finden hier regelmäßig Konzerte, unter Anderem Luciano Pavarotti, und Veranstaltungen statt. Täglich kann man
sich hier um 2000 Jahre zurück versetzt fühlen und Ausgrabungen aus der Römerzeit besichtigen. Die Geschichte Pulas und Istriens wird
auch im sehenswerten Museum dokumentiert und nicht nur das Colloseum, auch das Siegestor in der Stadt sind beliebte Motive der
Fotografen.
Auf der sehr gut ausgebauten Schnellstraße, dem so genannten istrischen Ypsilon, fährt man über Pazin durch den Tunnel des Berges
Ucka nach Opatija und Rijeka. Dort am Beginn der Kvarner Bucht nordöstlich von Istrien, verbrachte man schon zu Zeiten der K&K
Monarchie seinen Sommerurlaub. Besonders an der wunderschönen Stadt Opatija sind hier die österreichischen Einflüsse, nicht nur durch
den Hinweis, dass hier z.B. Gustav Mahler schon weilte, an der Architektur zu erkennen. Über Rijeka, das ebenso wie Opatija sich an die steile Küste schmiegt, hat
man die Möglichkeit zu den Inseln Cres und Krk zu fahren.